Jugendarbeit beim FC Fraunberg

Fraunberg - In spätestens zwei Jahren sollen die Fußballer des FC Fraunberg wieder in der Kreisklasse spielen, aus der sie im Jahr 2004 sang- und klanglos abgestiegen sind.
Für zwei weitere Jahre am Ruder (v. l.): Vize-Schatzmeisterin Angelika Eschbaumer, Jugendleiter Erwin Daimer, Vize Josef Angermaier, Vorsitzender Heinrich Haider, Schatzmeisterin Birgit Völkl, Schriftführer Walter Eschbaumer und Fußball-Abteilungsleiter Manfred Angermaier. Bürgermeister Hans Wiesmaier (l.) gratulierte. foto: Niedergesäss
Das FCF-Trio, Abteilungsleiter Manfred Angermaier, Jugendleiter Erwin Daimer und der sportliche Koordinator Hans Kandlbinder, gab gestern in der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim dieses Ziel aus und präsentierte ein entsprechendes Konzept.
„In den vergangenen Jahren schwebte die Erste immer zwischen der A- und B-Klasse. Da muss einiges verbessert werden. Ein wesentlicher Grund für diese unbefriedigende Situation ist auch, dass seit 2006 nur ein Jugendspieler aus den eigenen Reihen zur Ersten gestoßen ist“, erklärte Kandlbinder.
Spielermangel, eine miserable Trainingsbeteiligung und zu wenig Spieler für die Reserve seien die gravierenden Probleme. „Zeitweise standen wir vor der Frage, ob wir die Zweite vom Spielbetrieb abmelden sollen. Nur weil die AH einsprang, kam noch eine Mannschaft zusammen“, kritisierte Kandlbinder.
Daimer kam zu dem Ergebnis, dass „endlich ein Ruck“ durch den Verein gehen müsse. „Wir müssen alle zusammenhelfen, Kinder ansprechen und für den Fußball begeistern, damit der sportliche Erfolg zurückkehrt. Die Jugendlichen, die wir nicht gewinnen, fehlen uns in einigen Jahren in der Ersten“, warnte Daimer.
Derzeit sehe es im Jugendbereich positiv aus dank des Engagements der Betreuer und Trainer. Das dürfe jedoch nicht dazu verleiten, die Hände in den Schoß zu legen. Wie ernst die Lage im Herrenbereich sei, zeige sich beim Training. Teilweise nur fünf bis sechs Spieler würden auf dem Platz stehen. „Das muss besser werden, nur dann werden wir wieder stark“, so Daimer.
Um die Wende einzuleiten, hat der FC bereits den laufenden Vertrag mit Coach Michael Tsimeridis um ein Jahr verlängert. Außerdem will man einen Co-Trainer sowie einen Betreuer für die Zweite verpflichten. Die jungen Spieler sollen aufgebaut und integriert werden. Mit einem regelmäßigen Fan-Talk an jedem letzten Donnerstag im Monat soll auch der Kontakt zu den Fans gestärkt werden.
Als sportliche Ziele nannte Angermaier für heuer mindestens den sechsten Platz: „Das ist durchaus möglich, auch wenn wir aktuell Zehnter sind.“ In der nächsten Saison will die Mannschaft in der Spitze mitspielen und 2012 den Aufstieg in die Kreisklasse schaffen. „Es muss wieder aufwärts gehen mit dem Fußball in Fraunberg“, so Kandlbinder. (nie)
FC Fraunberg
Erdinger Anzeiger 4.03.2010

Die Stützen des Vereinsheim-Baus
Sie sind Vorbilder, engagierten sich in vorderster Reihe beim Bau des Vereinsheims des FC Fraunberg und gehören zu den Stützen des Vereins, lobte der BLSV-Kreisvorsitzende Adi Maier (l.) in der Jahreshauptversammlung des FCF. Gemeinsam mit dem FCF-Vorsitzenden Heinrich Haider (r.) überreichte Maier die BLSV Verdienstmedaille in Bronze mit Kranz an Josef Angermaier, Birgit Völkl und Walter Eschbaumer (v. l.).
Tischtennis-Boom: Schon drei Aufstiege
Bei der Erweiterung des Vereinsheims des FC Fraunberg war der Bau eines Tischtennisraums lange umstritten. „Doch nun zeigt sich, wie segensreich die Entscheidung war. Der Verein erlebt dadurch einen Aufschwung“, lobte BLSV Vorsitzender Adi Maier in der Jahreshauptversammlung des FCF. Erst vor vier Jahren war die Abteilung gegründet worden. Sie verzeichnet bereits den dritten Aufstieg einer Mannschaft, berichtete Abteilungsleiter Michael Westermaier. Wegen der vielen neuen aktiven Sportler konnten heuer vier Mannschaften gemeldet werden. Erfreulich hoch sei auch die Trainingsbeteiligung von durchschnittlich 14 Sportlern. „Damit stoßen wir allerdings an die Kapazitätsgrenze. Maximal acht Platten können wir aufstellen“, so Westermaier. Um Platz zu gewinnen, wurde der Raum im Sommer erweitert. 320 Stunden lang waren die Mitglieder beschäftigt und errichteten einen Anbau.